Zum Inhalt springen

Eucharistische Anbetung

In der St.-Wolfgang-Kirche gibt es als neues Angebot zu ausgewählten Terminen die Möglichkeit der stillen eucharistischen Anbetung.
Vergoldete Monstranz mit Hostie, umgeben von Heiligenfiguren in einer Kirche.
Datum:
29. Juni 2026
Von:
Winfried Vogt

IN GOTTES GEGENWART ANKOMMEN durch Schweigen

Wenn wir in unsere Beziehung zu Gott investieren wollen, denken wir zuerst an Gebet, also das Gespräch mit Gott, an das Lesen der Bibel oder das Singen von Lobliedern. All das sind sehr gute Möglichkeiten, Gott näher zu kommen, aber sie setzen eines voraus:

  • Dass wir überhaupt bereit sind für eine Begegnung!
  • Dass wir ganz da sind, präsent und offen – so wie wir es sein wollen, wenn wir einem guten Freund / Freundin, unserer Partnerin oder unserem Partner begegnen.

Wir müssen mit uns selber verbunden sein, um in Gottes Gegenwart anzukommen. Erst dann ist echte Begegnung von Herz zu Herz möglich.

Wie kann das gelingen?

Es ist ganz einfach … weil wir gar nichts weiter tun brauchen, außer uns die Zeit zu nehmen. Und sehr schwierig zugleich. Denn Ablenkungen, To-Do-Listen und Leistungsdruck machen es uns schwer, zur Ruhe zu kommen und einfach nur da zu sein. Gott ist immer im Hier und Jetzt. Das Problem ist, wir sind da meistens nicht anzutreffen. Wir sind mit unseren Gedanken im Gestern gefangen oder in der Sorge vor dem Morgen. Gott aber ist nur in der Gegenwart für uns real erfahrbar.

Werde Dir kurz bewusst: Gott ist da. Jetzt. Bei Dir.

Wenn Du Dich in seine Gegenwart begibst, trittst Du aus dem Blickfeld der Menschen in das Blickfeld Gottes. Dort wirst Du nicht, wie in der Welt, mit anderen verglichen und bewertet, sondern bist frei von jeglichen Meinungen von außen. An diesem Ort der Begegnung mit Gott schaut ER Dich mit seinem bedingungslosen, liebevollen und sanften Blick an. Erst wenn wir versuchen, ruhig zu werden, merken wir meistens, wie unruhig es in uns ist. Ständig sind wir abgelenkt von unseren eigenen Gedanken.

Wie kann man aus diesem Gedankenkarussell aussteigen?

Stell Dir vor, Du sitzt am Ufer eines Flusses. Deine Gedanken und Ablenkungen fahren vorbei wie Schiffe. Das lässt sich nicht verhindern und ist ganz normal. Du erlaubst ihnen vorbeizufahren, ohne auf die Schiffe aufzuspringen. Es werden viele Schiffe kommen. Doch Du entscheidest Dich jedes Mal wieder, sie vorbeiziehen zu lassen.

Denken kann man nicht mit Denken bekämpfen.

Sobald Du wahrnimmst, dass Du auf eines der Gedankenschiffe aufgesprungen bist und mit ihm den Gedankenfluss abwärts schwimmst, kommst Du mit deiner Aufmerksamkeit zurück in die Gegenwart – zu dem was jetzt gerade ist. Du wendest Dich Gott wieder zu und stellst Dich bewusst zurück unter seinen Blick.

SEHNSUCHT

Allein, dass Du diese Zeilen liest, zeigt, dass Dich eine Sehnsucht treibt, Gott näher zu kommen. Kannst Du Dir vorstellen, wie viel mehr Sehnsucht Gott nach Dir hat? Er kann es kaum erwarten, dass Du Dich innerlich aufmachst, ihn zu suchen, dass Du ihm Deine ungeteilte Aufmerksamkeit schenkst, und er Dich in seine liebenden Arme schließen kann. Er genießt jeden Moment der Begegnung mit Dir.

Herzliche Einladung zur Stille in Gemeinschaft, Möglichkeit zu persönlichem Gespräch / Segensgebet:

St. Wolfgang,  jeden 2.und 4. Montag im Monat 19:45

 

Die Termine in diesem Jahr: 

  • 8. und 22. Juni,
  • 13. und 27. Juli,
  • 10. und 24. August (keine Messe),
  • 14. und 28. September,
  • 12. und 26. Oktober,
  • 9. und 23. November,
  • 14. und 28. Dezember.

Herzliche Einladung!