Katholiken glauben, dass Jesus Christus durch die Wandlung in der Heiligen Messe über den Gottesdienst hinaus bleibend in den Gaben von Brot und Wein in jedem Tabernakel gegenwärtig ist. So können wir ihm begegnen - ausgestellt in einem Schaugefäß während der eucharistischen Anbetung (vgl. Fronleichnam).
Die eucharistische Anbetung ist eine wunderbare Gelegenheit, ganz bei ihm zu sein und ihm alle Fragen, Nöte und Gedanken anzuvertrauen, ebenso die Menschen, für die wir beten, und deren Anliegen. Ungeduld, Ärger, Ratlosigkeit- was auch immer ich mitbringe – alles darf ich bei ihm raus- und loslassen.
Ein Gebet, das man zu Beginn der Anbetung immer wiederholen kann, wäre:
„Du bist Gott, ich bin dein Sohn/deine Tochter. Du bist der Schöpfer, ich das Geschöpf. Du bist alles. Ich darf kommen wie ich bin…,
um dann mehr und mehr ins Schweigen zu kommen.
Wenn wir bereit sind, uns zu öffnen, formt Gott unseren Blick, unsere Beziehungen, unsere Lebensweise, sodass wir nicht mehr nur aus unserer eigenen - durch Verletzungen und selbstbezogene Gewohnheiten geprägten - Perspektive urteilen, sondern mit der sicheren Gewissheit, dass Gott immer und überall da ist. Wenn ich mir die Zeit nehme zur Anbetung, verändert Gott mich Schritt für Schritt, indem ich mein Ja sage, vertraue und glaube, dass er mein Bestes will, dass er wirklich Liebe ist.
Gute Freundschaften wollen gepflegt werden. Zu der persönlichen Freundschaft mit Jesus braucht es regelmäßige Zeit mit ihm. Durch Dialog von Herz zu Herz - im Reden und Zuhören - wächst die persönliche Begegnung - mit ihm und seinem, dem liebenden Blick.
Dazu braucht es auch Stille.
Die stille Anbetung ist eine für unsern Herrn reservierte Zeit, der geduldig wartet, bis wir das Angebot seiner Liebe frei erwidern. Solch stille Zeit in Gemeinschaft zu verbringen, kann sehr hilfreich sein. Falls dabei etwas bei dir aufkommt, das du im vertraulichen Gespräch mit jemandem anschauen oder beten möchtest, gibt es dazu im Anschluss Gelegenheit.
Anbetung ist wie ein Vitamin für alle Aktivitäten in der Gemeinde (ora et labora). Sie stärkt die Anbetenden und die geistliche Atmosphäre. Wir haben dies persönlich erlebt und darin einen Schatz gefunden, den wir gerne teilen wollen. Die Strahlkraft Jesu schenkt inneren Frieden.
Sei dabei!
Wir laden dich herzlich zu den Anbetungszeiten ein
jeden 2. Montag im Monat um 19:45 (nach der Hl. Messe) in St. Wolfgang.

